| Mittel gegen Mundgeruch |
| 1 - Zahnpflege - Zahn -und Mundhygiene | |
Mittel gegen MundgeruchAls Mundgeruch bezeichnet man den unangenehmen Geruch des Atems. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Oft ist mangelnde Mundhygiene, also Zahnbelag eine davon. Schlechter Atem kann aber auch vom Genuss von Alkohol (selbst bei alkoholhaltigem Mundwasser) und vom Rauchen kommen. Ebenso sorgt ein schlechter Zahnstatus, wie Karies und Wurzelreste für unangenehme Gerüche. Aber auch Entzündungen der Mundschleimhaut und/oder des Zahnfleisches kommen in Frage. Bei manchen Sprechberufen kommt es vermehrt zu einem trockenen Mund. Auch das kann eine Ursache für üblen Atem sein. Oftmals ist der Zahnhalteapparat entzündet (Paradontitis) oder eine Infektion hat sich in der Mundhöhle gebildet. Der schlechte Geruch kann aber ganz andere Ursachen haben, nämlich eine Infektion im Nasen-Rachenraum.Das kann Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Pharyngitis (Rachenentzündung), Rhinitis (chronische Entzündung der Nasenschleimhaut), Pfeiffersches Drüsenfieber (Viruserkrankung) oder Mandelsteine (Schwefelbakterien im Rachenraum) sein. Auch maligne Tumore (bösartige Tumore - Krebs) gehören dazu. Systemisch bedingter Mundgeruch kann durch Diabetes (Stoffwechselerkrankung), chronisches Nierenversagen, Leberzirrhose (chronische Lebererkrankung), Hepatische Enzephalopathie (Funktionsstörung des Gehirns), Zenker-Divertikel (Erkrankung in der Speiseröhre), Nahrungs- und Genussmittel (Knoblauch, Alkohol) oder schwefelhaltige Medikamente entstehen. Im medizinischen bezeichnet man Personen mit diesen Problemen als Halitose-Patienten. Diese können den Geruch des eigenen Atems selbst nicht wahrnehmen. Mit Hilfe von Atemmessgeräten kann man das überprüfen. Hat man festgestellt, das man zu den Menschen mit Atemgeruchsproblemen gehört, muss man nach der entsprechenden Therapie suchen. Falls eine bestimmte Erkrankung die Ursache für den Mundgeruch ist, muss diese zuerst behandelt werden. Liegt der Auslöser in einer erhöhten Bakterienanzahl im Mundraum, bedarf es zuerst der Verringerung der Nischenbildung im Mund. Eine umfassende Zahnsanierung inklusive einer Paradontopathie-Behandlung bildet dabei die notwendige Grundlage der Therapie. Wichtig ist generell, das man viel trinkt. Grundvoraussetzung für gesunde Zähne ist natürlich eine ordentliche Mundhygiene (Zahnbürste, Zahnseide, Zungenschaber). Die meisten Geruchsbakterien sitzen auf dem Zungenrücken. Deshalb ist Zähneputzen so wichtig. Deodorierende und antibakterielle Mundspülungen können helfen, den schlechten Atem zu verbessern. Chlorhexidin beseitigt zuverlässig und ohne Nebenwirkungen die Bakterien im Mund. Allerdings darf das Mittel laut Medikamentenhinweis nur ca. zwei Wochen angewendet werden. Helfen kann auch eine 3 %ige Wasserstoffperoxidlösung. Damit wird der Mund gut ausgespült. Keinesfalls sollte die Lösung getrunken werden. Mundspray kann gegen die Bakterien helfen. Es ist eine schnelle Lösung für zwischendurch. Es gibt Sicherheit nach dem Essen, nach Alkoholgenuss oder Rauchen, vor wichtigen Gesprächen oder Verabredungen. Auch Zähneputzen mit drei verschiedenen Zahnbürsten, je eine für morgens, mittags und abends kann helfen. Durch den längeren Trocknungsvorgang auf den Borsten der Zahnbürste können sich die Bakterien nicht auf der Zahnbürste vermehren. Der Dauerkonsum von Pfefferminzbonbons und Kaugummi oder die Verwendung kosmetischer Mundwasser helfen nur vorübergehend. Auch bei Mundgeruch gilt, Vorbeugen ist besser als Heilen. Regelmäßige Reinigung der Zähne und der Zahnzwischenräume helfen, den Mundgeruch effektiv zu bekämpfen. Zahnspülungen sind zu empfehlen. Auch die regelmäßige Säuberung der Zunge als fixer Bestandteil der täglichen Mundhygiene kann gut Abhilfe schaffen. |
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