| Zunge putzen - hilft gegen Mundgeruch |
| 1 - Zahnpflege - Zahn -und Mundhygiene | |
Zunge putzen - hilft gegen MundgeruchOft ist mangelnde Mundhygiene der Auslöser für üblen Mundgeruch. Viele Menschen sind der Meinung, Zähneputzen würde ausreichen, um üblem Atem vorzubeugen. Oft aber, und das übersehen viele, ist die Zunge der Übeltäter des schlechten Geruchs. Die Zungenoberfläche besteht aus Schleimhaut. Sie ist mit zahllosen kleinen und großen Papillen besetzt. Die Zungenoberfläche wirkt dadurch etwas rau. Dies ist aber nützlich für die Zerkleinerung der Nahrung. Zwischen den Papillen können sich Bakterien ansiedeln. Diese zersetzen die Nahrungsreste. Das kann den üblen Geruch auslösen.Die Zunge ist ein riesengroßes Reservoir für Bakterien, die unter anderem Karies und Paradontitis auslösen können. Wissenschaftler schätzen, das bei fast 50 % der Menschen, welche unter dauerhaftem Mundgeruch leiden, das Problem die Zunge ist. Dem kann man abhelfen. Man putzt einfach auch seine Zunge. Vor allem die hintere Hälfte der Zunge ist zu reinigen. Dazu nimmt man eine ganz weiche Zahnbürste und putzt damit zweimal am Tag, genau wie seine Zähne. Man putzt in Längsrichtung, immer von hinten nach vorne. Nie quer über die Zunge. Um die Zunge gut reinigen zu können, sollte man die Zungenspitze mit einem Handtuch fassen, sie locker lassen und so weit wie möglich aus dem Mund ziehen. Nun kann man sie gut reinigen. Gegebenenfalls muss man mehrmals reinigen, bis die Zunge ganz von Belag befreit ist. Anschließend spült man den Mund gründlich mit antibakteriellem Mundwasser. Man kann zum Zungereinigen auch einen speziellen Zungenschaber verwenden. Das ist vor allem für die Personen zu empfehlen, bei denen das Reinigen der Zunge mit einer Zahnbürste Würgereflexe auslöst. Außerdem können auf der Zahnbürste Bakterien sitzen bleiben, da sie nicht so einfach zu reinigen ist, wie ein Zungenschaber. Beim nächsten Zähneputzen besteht dann das Problem, das man eine „schmutzige“ Zahnbürste hat und Bakterien wieder im Mund verteilt. Deshalb empfiehlt es sich, zum Zähneputzen eine Zahnbürste und zum Zunge reinigen einen Zungenschaber oder eine Zungenbürste zu benutzen. Die Zungenreinigung sollte stets den Beginn und den Abschluss der täglichen Mundhygiene bilden. Auch einen umgedrehten Teelöffel kann man für die Reinigung der Zunge verwenden. Mit der Löffelkante schabt man über die Zunge. Zudem bieten sich chemische Alternativen an, wie z.B. Mundspülung, die auf der Basis ätherischer Öle gezielt die schädlichen Bakterien bekämpfen. Beim Zahnarzt kann man mit einem speziellen Reinigungsgel die Zunge bestreichen. Sie wird dann mehrfach mit einem Ultraschallzungenreiniger gereinigt. Dies ist eine professionelle Zungenreinigung. Die Prozedur ist völlig schmerzfrei und sollte aller drei Monate wiederholt werden. Dabei werden Schwingungen erzeugt, welche die Bakterienwände zum Platzen bringen. Die Bakterien werden dort vernichtet, wo der Patient sonst nicht hinkommt. Die Krankenkassen zahlen nichts zur professionellen Zungenreinigung dazu. Man muss mit 35 Euro pro Sitzung rechnen. Obwohl nur sieben Prozent der Bevölkerung angibt, sich die Zunge zu reinigen, wächst die Zahl ständig. Das Bewusstsein der Menschen steigt. Die Verminderung von Mundgeruch und das Verhindern der Rückbesiedlung von gesundheitsschädlichen Bakterien im Mund ist enorm wichtig. |
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