| Was tun bei Zahnschmerzen? |
| 1 - Zahnpflege - Kranke Zähne | |
Was tun bei Zahnschmerzen?Zahnschmerzen treten oft nach einer Zahnbehandlung auf oder bei Zahnerkrankungen wie Karies oder Zahnwurzelentzündung. Allerdings können Schmerzen auch aus anderen Körperregionen strahlen, so dass man meint, man habe Zahnschmerzen. Dies kann beispielsweise bei einer Nasennebenhöhlenvereiterung auftreten. Ein deutliches Zeichen hierfür ist, wenn der Schmerz beim Bücken schlimmer wird oder man vorher einen Schnupfen hatte. Da kann kein Zahnarzt helfen.Zahnschmerzen sind immer sehr unangenehm. Sie können klopfend, stechend, bohrend oder dumpf auftreten. Bei Entzündungen oder Vereiterungen kann die Wange anschwellen. Oft reagieren Zähne auf Kaltes, Heißes oder Saures. Dies kann auf eine Überempfindlichkeit der Zahnhälse, auf eine beginnende Karieserkrankung oder auf Zahnfleischentzündung (Parodontose) hindeuten. Was kann man dagegen tun? In jedem Fall empfiehlt es sich, so schnell wie möglich einen Zahnarzt aufzusuchen. Sollte das nicht gleich möglich sein, gibt es einiges, was helfen kann. Auf jeden Fall sollte vermieden werden, das Kaltes oder Heißes direkt mit den Zähnen in Verbindung kommt. Feucht-kalte Umschläge auf der Wange lindern den Schmerz etwas. Bei starken Schwellungen sollte man Eispackungen oder einen gefrorenen Kühlakku verwenden. Alle 15 Minuten sollte man eine Pause machen. Manchmal kann aber auch etwas warmes helfen. Man sollte es einfach ausprobieren. Bei eitrigen Entzündungen keine Wärme anwenden! Bis zum Zahnarztbesuch kann man sich auch kurzzeitig mit der Einnahme eines Schmerzmittels helfen. Wenn man mit einem chirurgischen Eingriff rechnen muss, beispielsweise mit dem Ziehen eines Zahnes, darf kein Acetylsalicylsäurepräparat eingenommen werden, da es eine erhöhte Blutungsneigung bewirket. Am äußeren Nagelbettwinkel des Zeigefingers liegt der Akupunkturpunkt für Zahnprobleme. Wenn man die richtige Stelle hat und dort fest reibt, hilft das auch gegen Schmerzen. Nahrung, bei welcher man sehr fest kauen muss, sollte man besser vermeiden. Wenn Zahnstücke ab- oder ausgebrochen wurden, sollte man diese aufbewahren (nicht nass, nur feucht). Herausgeschlagene Zähne möglichst sofort wieder einsetzen (tut nicht weh), oder in der Wangentasche lagern. Notfalls ebenfalls feucht aufbewahren und möglichst sofort einen Zahnarzt oder Notdienst aufsuchen. Bei starkem Nachbluten nach einer Zahnbehandlung sollte das Blut ausgespuckt werden. Den Mund aber nicht ausspülen. Der Kopf sollte hochgehalten werden. Eine Kompresse aus Verbandsmull oder ein frisches Taschentuch (kein Tempo) auf die Wunde drücken und dort mehrere Stunden mit gleichmäßigem Druck festhalten. Auch ein kaltes feuchtes Tuch im Nacken hilft. Man sollte den Mund ruhig halten und möglichst nicht sprechen. Wenn alles nicht hilft, immer den Zahnarzt aufsuchen. Wenn bei herausgefallener Füllung nicht gleich ein Dauerschmerz auftritt, kann man ruhig bis zum nächsten Tag mit einem Arztbesuch warten. Das gelöste Stück sollte man aufbewahren. Besonders beim Schlafen besteht die Gefahr, dass sich locker sitzende Kronen lösen. Diese könnten verschluckt werden oder in die Atemwege gelangen. Lockere Teile sollte man deshalb während des Schlafens nicht im Mund behalten. Unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen sollte man bei anhaltenden oder ständig wiederkehrenden Zahnschmerzen unbekannter Ursache, bei Karies, Zahnfleischentzündung und Zahnmarkentzündung. Generell ist Vorbeugen, also Zahnpflege, besser als Heilen. |
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