| Karies |
| 1 - Zahnpflege - Kranke Zähne | |
KariesZahnkaries ist die häufigste Erkrankung der Zahnhartsubstanzen. Fast jeder Mensch ist einmal im Leben davon betroffen. Etwa 10 Millionen Zähne werden jedes Jahr in Deutschland wegen Karies und Parodontitis gezogen. In der Regel kann man das mit einfachen Mitteln in Eigenvorsorge verhindern.Auslöser der Karies sind Bakterien, die sich auf den Zähnen ansiedeln. Durch deren saure Stoffwechselprodukte wird der Zahnschmelz geschädigt. Bei fortschreitender Karies werden auch das Zahnbein und später der Zahnnerv befallen. Der Verlust des Zahnes droht. Anfangs zeigen sich lediglich helle oder bräunliche Stellen. Später sind es dann dunkle bis schwarze Flecken. Das sind Zahndefekte, die meist schon schmerzhaft sind. Bei frühzeitigem Eingreifen eines Zahnarztes kann die Remineralisierung des Zahnes noch gestoppt werden. Wenn die Zahndefekte aber in die Tiefe gehen, hilft nur noch der Bohrer. Er entfernt die kariösen Stellen. Die oberen und hinteren Zähne erkranken besonders häufig. Gefährdet sind auch die Zahnzwischenräume und der Übergang von der Zahnkrone zur Zahnwurzel. Für die Entstehung von Karies gibt es viele Gründe. So kann Karies der Mutter während der Schwangerschaft auf ihr Kind übertragen werden. Gleichfalls kann Mangelernährung der Mutter während einer Schwangerschaft zur ungenügenden Mineralisation der Zähne des Fötus führen. Säuglingsflaschen mit zuckerhaltigen Getränken, die dauerhaft eingesetzt werden, sind besonders gefährlich. Süße Getränke sind nicht geeignet zur Beruhigung oder als Einschlafhilfe. Schädlich wirken auch kohlehydrathaltige Lebensmittel mit Zuckeranteilen. Sie tragen zur Plaquebildung bei und senken den pH-Wert des Speichels. Stark säurehaltige Lebensmittel wie Obstsäfte und Südfrüchte haben den selben Effekt. Auch häufige Zwischenmahlzeiten wirken ungünstig. Ein weiterer Grund ist Mangelernährung. Ebenfalls zu Karies führen kann häufiges Erbrechen. So leiden viele Bulimikranke darunter. Auch Calcium- und Fluoridmangel wirken auf die Kariesbildung ein. Unzureichende Zahnhygiene ist einer der häufigsten Gründe, warum es zu Karies kommt. Karies kann man nicht mit Medikamenten heilen. Die Behandlung kariöser Zähne kann nur der Zahnarzt vornehmen. Er repariert oder entfernt entstandene Schäden. Bei der Beseitigung des Defektes kommt es zu Zahnfüllungen mit Amalgam, Keramikmasse, Gold oder anderen Materialien. Bei größeren Schäden kann ein Krone auf den Zahn gesetzt werden. In den letzen Jahren ist der Kariesbefall bei Kindern und Jugendlichen drastisch zurückgegangen. Als Grund nimmt man die Anwendung von Fluorid in Zahnpasten an. Wenn man die empfohlenen Vorbeugungsmaßnahmen befolgt, lässt sich Karies heute fast vollständig verhindern. So hilft beispielsweise Zähneputzen morgens und abends mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta. Wenn man besonders anfällig für Karies ist, sollte man zusätzlich fluoridhaltige Mundspülungen, Gel oder Lack verwenden. Größere Zwischenräume zwischen den Zähnen lassen sich mit Zahnzwischenraumbürsten gut reinigen. Diese sehen aus wie kleine Flaschenputzer. Statt Zahnseide können auch Zahnhölzer eingesetzt werden. Diese bestehen aus einem weichen Holz und haben einen dreieckigen Querschnitt. Man benutzt sie wie Zahnstocher. Zwischendurch sollten nur wenige zuckerhaltige Speisen und Getränke konsumiert werden. Zwischen den Mahlzeiten hilft zuckerfreier Zahnpflegekaugummi Karies vorzubeugen. In jedem Fall sollte regelmäßig der Zahnarzt konsultiert werden. Gegebenenfalls kann man dort eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. |
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