Zahnbelag – Plaque
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Zahnbelag – Plaque

Plaque oder bakterieller Zahnbelag entsteht aufgrund mangelnder Mund- und Zahnhygiene. Durch die auf den Zähnen angesiedelten Bakterien können Zahnerkrankungen wie Karies,  Paradontitis oder Mundgeruch entstehen. Zahnbelag entsteht vor allem an Stellen, wo die Zahnflächen durch putzen nicht belagfrei gehalten werden können. Menge und Zusammensetzung des Zahnbelags sind abhängig von den Ernährungsgewohnheiten und vom biologischen Milieu in der Mundhöhle.

Innerhalb der Mundhöhle wurden bisher ungefähr 500 verschiedene Bakterienarten gefunden. Viele sind harmlos. Gefährlich werden sie erst, wenn sie einen so genannten Biofilm bilden.
An der Zahnoberfläche lagern sich Eiweißstoffe aus dem Speichel an. Sie bilden so einen Film, der die Zahnoberfläche befeuchtet und vor Abrieb schützt. An diesen Film lagern sich innerhalb weniger Stunden einzelne Bakterien an. Die Masse der Plaque entsteht durch eine Vermehrung der vorhandenen Keime. Spätestens nach einer Woche wirkt der Zahnbelag schädigend.

Zahnbelag ist ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Karies und Zahnfleischentzündungen. Die Bakterien ernähren sich von Kohlenhydraten aus der Nahrung. Sie zerlegen sie. Dabei bilden sie Säuren, welche die Zahnoberfläche angreifen. Es kann ein Loch entstehen. Wird der Zahnbelag entfernt, wird oft eine weißliche Veränderung des Zahnschmelzes sichtbar. Dies zeigt schon eine Schädigung des Zahns.
Plaquebildung kann durch zahlreiche Faktoren begünstigt werden. Dazu gehören eng stehende Zähne, eine ungenügende Speichelmenge, kariöse Defekte, abstehende Füllungs- und Kronenränder, Zahnstein, eine falsche Ernährung und ungenügende Mundhygiene. Auch häufiges Naschen, zu wenig harter Zahnschmelz (Fluormangel) und Arbeiten mit hoher Staubbelastung können Ursachen sein.

Plaque kann auch mineralisieren. Dafür verantwortlich sind Mineralien, die im Speichel und in der Flüssigkeit der Zahnfleischtaschen vorhanden sind. Es kommt zur Bildung von Zahnstein. Dieser kann sich oberhalb des Zahnfleisches bilden, aber auch in den Zahnfleischtaschen. Zahnstein ist rauer als die natürliche Zahnoberfläche. So wird eine neue Bakterienansiedlung begünstigt.
Zahnbelag kann man mit Plaquefärbemittel in Form von Lösungen oder Kautabletten nachweisen. Die Farbstoffe lagern sich kurzzeitig in die Plaque ein und zeigen befallene Stellen an.
Nur der Zahnarzt kann die Beläge entfernen.

Was kann man gegen Zahnbelag tun. Auch hier gilt, Vorbeugen  ist besser als heilen. Zahnbelag kann man durch richtige Zahnpflege vorbeugen. 2x täglich Zähneputzen gehört dazu. Besser noch ist es, nach jeder Mahlzeit zu putzen. Die richtige Putztechnik ist entscheidend. Schonend aber effektiv sollte sie sein. Zahncreme härtet durch ihren Fluorgehalt den Zahnschmelz. Dadurch wird der Bakterienbefall vermindert. Die Putzkörper in der Zahnpasta entfernen den Plaque. Mundwässer und Mundspülungen erreichen auch Stellen, die man mit der Zahnbürste nicht erreicht.

Man sollte möglichst wenig Süßigkeiten essen. In jedem Fall sollte man nach deren Verzehr sofort die Zähne putzen. Vorsicht auch vor verstecktem Zucker, z.B. in Fruchtsäften und Ketchup. Auch natürlicher Zucker in Honig und Früchten wirkt zahnschädigend.
Zahnpasten und Mundwässer mit Fluorid härten die Zähne und machen sie widerstandsfähig. Auch fluoriertes Speisesalz bewirkt diesen Effekt.
 
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