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1 - Zahnpflege -
Versicherungen
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ZahnersatzversicherungDie Gesundheitsreform 2005 brachte dem Verbraucher vor allem eines: höhere Kosten. Das trifft vor allem auf den Zahnersatz zu. Wurde vorher viel, wenn nicht gar alles, von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, werden heute nur Festzuschüsse bezahlt. Die decken in der Regel nur die Kosten für die einfachsten Versorgungen ab. Die Zuschüsse beziehen sich auf die kostengünstigsten Materialien und die nötigsten Arbeiten. Sobald man als Patient etwas höherwertiges und oft auch langlebigeres, ästhetischeres möchte, muss man selbst für die Mehrkosten aufkommen. Nicht alle Patienten können sich das leisten. Deshalb ist es durchaus eine Überlegung wert, sich für eine Zahnersatzversicherung zu entscheiden. Diese sollte die Grundversorgung, die von den Kassen übernommen wird, sinnvoll ergänzen und einen Großteil der anfallenden Restkosten übernehmen.
Bei der Auswahl einer Zahnersatzversicherung sollte man sehr gezielt suchen und vergleichen. Es gibt unzählige Anbieter und gravierende Preisunterschiede. Im Internet findet man viele Informationen. Auch eine schwarze Liste mit schlechten Anbietern und der jeweiligen Begründung ist zu finden. Vorsicht ist geboten bei Billiganbietern. Häufig wird nur Zahnersatz nach Kassenausführung erstattet. Das heißt, was die gesetzlichen Krankenkassen nicht zahlen, wird von diesen Anbietern auch nicht gezahlt. Bei vielen Versicherungen gibt es Wartezeiten, bis der Versicherungsschutz voll zum Einsatz kommt. Das kann Jahre dauern. Im ersten Jahr bieten viele erst 250 Euro Zuzahlung als Obergrenze an, im zweiten Jahr dann 500 Euro und dann steigt es weiter. Zahnersatz ist meist wesentlich teurer und schließlich weiß man nie, in wie vielen Jahren man ihn benötigt.
Bevor man eine Zahnersatzversicherung abschließt, muss man sich im klaren sein, was man von einer derartigen Versicherung erwartet und was für Leistungen sie übernehmen soll. Dabei muss auch der eigene finanzielle Spielraum mit einkalkuliert werden. Wenn man nur die Restkosten absichern will, wird der monatliche Betrag eher gering ausfallen. Wenn man aber mehr Leistungen wünscht (Inlays, Implantate, Keramikverblendungen im Backenzahnbereich, u.ä.) wird es teurer. Als Patient kann man sich seinen Wunschtarif zusammenstellen. Im Hinblick auf Kosten, die sich gerade im Kieferbereich beachtlich anhäufen können, ist eine Zahnersatzversicherung durchaus sinnvoll. Wer möchte schon für seinen Zahnersatz extra einen Kredit aufnehmen.
Laufende oder bereits empfohlene Behandlungen werden gänzlich nicht übernommen. Die Kosten für normalen Zahnersatz werden meist bis zu 100 Prozent abgedeckt. Bei Implantaten und Inlays bleiben meist 10 bis 20 Prozent Eigenanteil übrig. Diesen Anteil kann man aber noch einmal reduzieren, wenn man mit seinem Bonusheft nachweisen kann, in den letzten Jahren regelmäßig zur Vorsorge gewesen zu sein. So ist es möglich, dass man, nimmt man alle Zuzahlungen zusammen, auf 100%ige Erstattung beim Zahnersatz erreicht.
Werden Leistungen geltend gemacht, sind sämtliche Belege (Zahnarztrechnungen, Material- und Laborkostenrechnung etc.) im Original mit Erstattungsvermerk der gesetzlichen Krankenversicherung einzureichen. Die vorgenommenen Leistungen und die Behandlungsdaten müssen spezifiziert sein.
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