Zahnversicherung
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Zahnversicherung

Seit dem 01. Januar 2005 gilt in Deutschland eine Änderung der Erstattung im Bereich Zahnersatz. Als Versicherter erhält man keinen prozentualen Zuschuss auf die tatsächlich angefallenen Kosten mehr, der 50 bis 65% der Kosten betraf, sondern lediglich einen befundbezogenen Festzuschuss. Das hat zur Folge, dass der Eigenanteil für Versicherte für diverse dentale Zahnersatzmaßnahmen deutlich gestiegen ist.
Eine Zahnversicherung kann da Abhilfe schaffen. Bevor man allerdings eine solche Versicherung abschließt, sollte man sich gut informieren. Mit der Erschließung dieses Marktes sind auch viele neue, unseriöse Anbieter auf den Markt gekommen. Im Internet gibt es Anbieter, die mit 100 Prozent Erstattung bei monatlichen Kosten unter einem Euro werben. Da sollte man schon ganz genau nachforschen.

ImageOft stellt sich heraus, dass die tatsächlichen Leistungen nur bei 20 bis 30 Prozent liegen und für viele wichtigen Bereiche gar nicht geleistet wird. 100 Prozent werden fast nie gezahlt. Sie dienen nur der Neukundenwerbung. Man sollte daher genau vergleichen und gegebenenfalls auf die Erfahrungen anderer Patienten zurückgreifen.
Gute Zahnversicherungen bieten folgende Leistungsbereiche an: Eine Prozentuale Erstattung für Zahnersatz (ohne Kassenvorleistung auf Privatniveau),  Implantate, Inlays, Keramikverblendungen, professionelle Zahnreinigung, aufwändige Wurzelbehandlung, Kieferorthopädie und die Erstattung der Praxisgebühr beim Zahnarzt.

ImageGute Tarife leisten bis zu 80 % für Zahnersatz und Zahnbehandlungen. Man sollte keine Versicherungen abschließen, die unter 50% anbieten! Auch Zahnarztleistungen sollten erstattet werden, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht geleistet werden. Man sollte darauf achten, ab wann die Versicherung voll greift. Oft bestehen Zeiteingrenzungen für die ersten Jahre. So erhält man im ersten Versicherungsjahr oft nur sehr wenig Zuschüsse. Sie steigen mit den Jahren. Es gibt aber auch Versicherungen, die steigen gleich voll ein. Wichtig ist, zu erfragen, ob bei Implantaten auch die teilweise hohen Nebenkosten mitversichert sind, wie z.B. für Knochenaufbau. Viele Versicherungen versuchen so Kosten zu sparen. Diese Tarife sind nicht empfehlenswert. Gilt die Versicherung auch für Prophylaxe, Parodontose und Wurzelbehandlungen? Die Mehrheit der Anbieter zahlt hierbei ebenso wie die gesetzlichen Krankenkassen nicht zu. Prophylaxe kann aber vor größeren und teureren Maßnahmen schützen. Sollten Kinder mitversichert werden, müssen auch kieferorthopädische Leistungen einbezogen werden. KFO Leistungen kosten leicht bis 5 000 Euro.
Nur wenn die Fragen im Antragsformular klar und einfach gestellt sind, können Fehler bei der Antragstellung vermieden werden. Viele Versicherungen bauen oft absichtlich schwierig zu beantwortende Fragen in ihren Antrag ein. Wenn man beim Ausfüllen des Antrages einen Fehler macht, kann sich die Versicherung später von Leistungen befreien.

Besonders sinnvoll sind Zahnversicherungen bei folgenden Situationen: Bei Vorliegen einer Parodontitis (Parodontose). Dabei ist mit Zahnverlust zu rechnen. Auch wenn man viele wurzelbehandelte Zähne hat, ist eine Zusatzversicherung sinnvoll, denn auch da droht Zahnverlust. Wer viele stark gefüllte Zähne hat, muss mit Restaurationsmaßnahmen rechnen. Kronen können notwendig und teuer werden.
Bei der Absicherung des Zahnersatzes ist es wichtig, dass die Leistung der Zusatzversicherung nicht an eine (Vor-)Leistung der gesetzlichen Krankenkasse gekoppelt ist.  Am günstigsten sind Zahnzusatzversicherungen zu beurteilen, die einen prozentualen Zuschuss zum Rechnungsbetrag erstatten.
Man sollte sich nie allein auf mündliche Aussagen eines Versicherungsvertreters verlassen. Am Besten ist, sich alles schriftlich bestätigen zu lassen. Heute müssen Protokolle über Gespräche beim Versicherungsvertreter gemacht werden. Man sollte unbedingt auf Vollständigkeit achten.
 
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